Stress-S.O.S. in den Wechseljahren: Dein Quick Guide für ein reguliertes Nervensystem

Stress-S.O.S. in den Wechseljahren?

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Die 5+1 Stufen der Selbstfürsorge

Bei meiner Suche nach einer Definition für das Thema Selbstfürsorge oder auch beim Lesen von verschiedenen Blogartikeln ist mir aufgefallen, dass gewisse Grundvoraussetzungen immer wieder angegeben werden, damit man überhaupt gut für sich selber sorgen kann. Daraus sind für mich 5+1 Stufen entstanden, die zu einer besseren Selbstfürsorge führen. Diese möchte ich dir nun vorstellen. Was es mit dem +1 auf sich hat, wirst du natürlich auch erfahren. 😉

Gerade in den Wechseljahren, wenn der Körper sich verändert und die Bedürfnisse neu definiert werden müssen, ist dieses Modell besonders wertvoll, denn Selbstfürsorge ist in dieser Phase keine Kür, sondern eine Notwendigkeit.

Die 5+1 Stufen

Stufe 1: Dich wichtig nehmen und an die erste Stelle setzen

Das ist für mich die absolute Basis. Du musst dich selber wichtig nehmen und an die erste Stelle setzen, damit du überhaupt die Gelegenheit hast, für dich selber zu sorgen. Im Flugzeug wird immer gesagt: „Wenn es zum Druckabfall kommt und die Sauerstoffmasken kommen von oben runter, versorgen Sie bitte erstmal sich selber und dann Ihren Nachbarn oder Ihr Kind.“

Und das hat auch einen guten Grund! Denn wenn du selber ausgeknockt bist, weil du keinen Sauerstoff mehr bekommst und nicht mehr atmen kannst, dann kannst du auch nicht deinem Kind helfen. Und genau so ist es auch im Alltag: Wenn du nicht gut für dich selber sorgst, kannst du auch nicht gut für Andere da sein.

Deswegen ist es so wichtig, dass du dich selber an die allererste Stelle setzt und dir selber die Priorität gibst. Ich finde das auch gar nicht egoistisch, sondern sogar absolut essentiell, um nicht unterzugehen und um wirklich für Andere da sein zu können.

Stufe 2: Die Erlaubnis, gut für dich selber sorgen zu dürfen

Viele Frauen haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich eine Auszeit nehmen, eine Pause machen oder früher Feierabend machen. In den Wechseljahren verstärkt sich das oft noch – denn der Körper braucht mehr Erholung, aber der innere Antreiber sagt: „Du kannst jetzt nicht aufhören.“ Das schlechte Gewissen ist dabei der größte Feind der Selbstfürsorge.

Es ist für mich aber die Voraussetzung, gut für dich selbst zu sorgen, dass du dir diese Erlaubnis „einfach“ gibst. Was heißt einfach? Es ist eben nicht einfach. Ich erwische mich selber ganz oft, dass ich noch am Schreibtisch sitze und rumdaddel und wenig Produktives tue, weil ich denke „Es ist doch erst 2 Uhr und ich kann doch nicht jetzt schon den Laptop zumachen!“ Ja, warum denn eigentlich nicht? Inzwischen werde ich immer besser darin, mir die Erlaubnis zu geben, z.B. Auszeiten zu nehmen, wenn ich sie brauche. Aber auch ich habe da noch einiges zu lernen. 😉

Stufe 3: Selbstkenntnis

Um gut für dich zu sorgen, solltest du natürlich wissen, was dir gut tut und deine Bedürfnisse kennen. Ohne das fällt es dir natürlich schwer, gut für dich zu sorgen. Du solltest also zum Beispiel wissen: Wie viel Ruhe brauche ich? Wann brauche ich Bewegung? Was hilft mir, wenn ich überfordert bin?

Nur wenn du das weißt und wenn du diese Kenntnis über dich selber hast, kannst du dich auch daran halten und entsprechend reagieren. Wenn du überhaupt nicht weißt, was du denn brauchst, um entspannt und gelassen durch den Alltag zu kommen, dann wird es natürlich auch schwer bzw. unmöglich, auf diese Bedürfnisse zu reagieren.

Stufe 4: Achtsamkeit

Die 4. Stufe ist, was ich als Achtsamkeit bezeichnen würde. Was ich damit meine: Spüren, wenn du dich um dich selber kümmern solltest bzw. spüren, wenn du die Bedürfnisse, die du für dich definiert hast, nicht befriedigt werden. Es nützt dir ja alles nichts zu wissen, dass du z.B. alle 60 Minuten eine kleine Pause brauchst, dieses Bedürfnis aber dann nicht wahrnimmst, wenn es aufkommt.

Daher brauchst du eine gewisse Achtsamkeit, um wahrzunehmen, wenn eine Grenze zum Beispiel überschritten wurde oder dabei ist, überschritten zu werden. Die Achtsamkeit gehört für mich absolut als 4. Stufe also zu einer guten Selbstfürsorge dazu, dieses Spüren „Was brauche ich? Werden meine Bedürfnisse jetzt gerade erfüllt?“.

Stufe 5: Handeln und umsetzen

Auch hier nützt es dir nichts, wenn du weißt, dass du alle 60 Minuten Pause brauchst (Selbstkenntnis), dieses Bedürfnis auch wahrnimmst (Achtsamkeit), sie dir aber am Ende nicht nimmst. Dann bringen dir deine Selbstkenntnis und deine Achtsamkeit auch nichts.

Das heißt, du solltest letztendlich auch in die Umsetzung kommen und schauen, dass du diese Bedürfnisse auch tatsächlich befriedigst. Letztendlich geht es bei diesem Modell darum, alle Stufen zu „erklimmen“. Das Ziel der Selbstfürsorge sollte also sein, dass du am Ende auch wirklich Selbstfürsorge betreibst und dir nicht nur in der Theorie ausdenkst.

Stufe +1: Dranbleiben und Wiederholen

Wenn es darum geht, eine Routine zu entwickeln, ist eine weitere Stufe sinnvoll. Um Routinen und Gewohnheiten zu etablieren, reicht es nicht, auf der Stufe 5 stehen zu bleiben und die Handlung einmalig auszuführen. Dranbleiben und Wiederholen sind essentiell, um die Routine / Gewohnheit auch wirklich in deinen Alltag zu integrieren und ist somit eine weitere, jedoch optionale Stufe der Selbstfürsorge.

Welche Strategien dir dabei helfen, erfährst du in meinem Beitrag „21 Strategien, um Gewohnheiten zu etablieren oder zu verändern„.

Dein nächster Schritt

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Fazit

Wie du siehst: Es ist nicht rein damit getan, dir zum Beispiel vorzunehmen, besser für dich selbst zu sorgen. Es gehören noch ein paar mehr Elemente dazu, die für eine bessere Selbstfürsorge nötig sind. Wenn du aber identifizierst, woran es bei dir hakt und auf welcher Stufe du die größten Herausforderungen siehst, hast du schon mal einen wichtigen Ansatzpunkt. 🙂

Wie du die einzelnen Stufen konkret umsetzen kannst, zeige ich dir in meinem Beitrag „15 Tipps zur Umsetzung der 5+1 Stufen der Selbstfürsorge„.

 

Jetzt würde mich natürlich interessieren, wo du deine größten Herausforderungen hast, an welcher Stufe du regelmäßig hängen bleibst. Schreibe mir einen Kommentar und lass uns darüber austauschen, wie du deine Selbstfürsorge verbessern kannst. 

 

Namasté

Deine Claire

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