Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook: So machst du dein Profil sicher

Privatsphäreeinstellungen auf Facebook - So machst du dein Profil sicher

Das Thema Privatsphäre kommt immer wieder auf, wenn es um Facebook geht. Denn viele Leute haben Angst, auf einmal völlig transparent zu werden, weil ja jeder alles von einem sehen kann. Allerdings stimmt das so nicht wirklich, denn du hast es weitgehend selber in der Hand, was andere Menschen von dir sehen sollen und was nicht. Daher möchte ich dir heute die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook vorstellen und dir Empfehlungen geben, welche Einstellungen du vornehmen solltest, um es sicher zu machen.

Wo findest du deine Privatsphäre-Einstellungen in deinem Facebook-Profil?

Um deine Privatsphäre-Einstellungen in deinem Facebook-Profil grundsätzlich einzurichten, gehst du in deinem Profil am Desktop auf oben rechts auf den Pfeil > Einstellungen > Privatsphäre.

 

Zu den Privatsphäreeinstellungen auf Facebook

 

In der App gehst du unten rechts auf die drei Striche, scrollst runter bis Einstellungen > Kontoeinstellungen > Privatsphäre.

Nun erhältst du eine Übersicht über grundsätzliche Einstellungen, die du vornehmen kannst:

 

Übersicht über Privatsphäreeinstellungen auf Facebook

 

Die einzelnen Abschnitte im Überblick

„Wer kann meine Inhalte sehen?“

Dort legst du fest, wie der Name auch schon sagt, wer deine Inhalte sehen kann.

„Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen“: In dieser Einstellung legst du fest, wer standardmäßig deine Beiträge sehen soll, also Freunde, alle (=öffentlich), nur bestimmte Freunde oder nur bestimmte Listen (sofern du damit arbeitest und deine Freunde in Listen sortierst, was ich dir unbedingt empfehlen würde). Du kannst natürlich die Privatsphäre-Einstellung in jedem Beitrag noch einmal individuell anpassen, bevor du ihn veröffentlichst, aber wenn du fast immer eine bestimmte Einstellung nutzt, solltest du sie auch dort hinterlegen.

Ich selber teile die meisten Beiträge mit meinen Freunden. Die entsprechenden Beiträge sehen dann alle Freunde, die ich nicht blockiert habe oder die nicht in der Liste „Eingeschränkt“ sind.

Was du dort am besten einstellen solltest, hängt von dir selber ab. Du solltest auf jeden Fall die Einstellung wählen, die du am häufigsten nutzt. Sei dir aber bewusst, dass „öffentlich“ auch wirklich öffentlich bedeutet. D.h. die öffentlich geteilten Beiträge sehen auch Leute, mit denen du nicht befreundet bist. Wähle diese Einstellung also mit Bedacht aus!

 

„Überprüfe alle deine Beiträge und Inhalte, in denen du markiert bist“: Unter Einstellungen > Chronik und Markierungen kannst du festlegen, ob du Beiträge, in denen du von Anderen markiert wirst, erst einmal freigeben möchtest, bevor sie auf deiner Chronik erscheinen. Ich persönlich kann dir nur empfehlen, diese Option zu aktivieren, damit nicht ungewollt Beiträge auf deiner Chronik landen, die du dort nicht haben möchtest.

Wenn diese Funktion bei dir aktiviert ist, kannst du nun in den Privatsphäre-Einstellungen auf das sog. Aktivitätenprotokoll zugreifen, in dem du Beiträge freigeben kannst. Es gibt aber auch einen direkteren Weg, nämlich entweder über die Benachrichtigung, die du erhältst, sobald dich jemand in einem Beitrag markiert oder auf deiner Profilseite im Titelbild über den Button „Aktivitätenprotokoll anzeigen“.

 

„Möchtest du die Zielgruppe für Beiträge einschränken, die du mit Freunden von Freunden oder öffentlich geteilt hast?“: Hier kannst du nun eine Art Massenbearbeitung von bereits veröffentlichten Beiträgen vornehmen. Du kannst dort alle Beiträge, die du mit (wie es auch da steht) Freunden von Freunden oder öffentlich geteilt hast, auf einen Schlag auf „Freunde“ begrenzen. Das macht dann Sinn, wenn du bislang immer öffentlich geteilt hast, dir das aber nicht bewusst war und du das nun ändern möchtest. Sei dir aber bewusst, dass dann wirklich bei allen Beiträgen die Einstellungen vorgenommen werden. Wenn du nur bei einzelnen Beiträgen die Privatsphäre-Einstellungen ändern oder kontrollieren möchtest, gehe lieber auf das Aktivitätenprotokoll und überprüfe die Einstellungen der einzelnen Beiträge im Abschnitt „Deine Beiträge“. Dort kannst du nämlich dann gleich über das nebenstehende Icon die Privatsphäre ändern:

 

Aktivitätenprotokoll auf Facebook - Privatsphäreeinstellungen von Beiträgen nachträglich ändern

 

„Wer kann mich kontaktieren?“

In diesem Abschnitt legst du fest, wer dir Freundschaftsanfragen senden darf. Du hast dabei die Option „Alle“ oder „Freunde von Freunden“.

Ich selber habe „Freunde von Freunden“ ausgewählt, weil ich nicht möchte, dass jeder Hinz und Kunz mir eine Anfrage schicken darf. Da kommen nämlich manchmal seltsame Leute auf einen zu, die man garantiert nicht kennt und ich weiß mit meiner Zeit besseres anzufangen, als Freundschaftsanfragen abzulehnen 😉

 

„Wer kann nach mir suchen?“

In diesem letzten Abschnitt geht es um die Auffindbarkeit deines Profils.

„Wer kann mithilfe der von dir zur Verfügung gestellten E-Mail-Adresse nach dir suchen?“: Dort hast du die Möglichkeit, „Alle“, „Freunde von Freunden“ oder nur „Freunde“ auszuwählen. Um nach dir suchen zu können, brauchen die entsprechenden Personen also die E-Mail-Adresse, mit der du bei Facebook angemeldet bist. Die kennen sicher die wenigsten (vor allem, wenn du mehrere E-Mail-Adressen hast), aber wenn du vermeiden möchtest, von jedermann gefunden zu werden, solltest du die Privatsphäre-Einstellung entsprechend „eng“ wählen.

„Wer kann mithilfe der von dir zur Verfügung gestellten Telefonnummer nach dir suchen?“: Hier gilt das gleich wie bei der vorherigen Frage. Am Ende entscheidest du, wer nach dir suchen darf und wer nicht.

„Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook dein Profil anzeigen?“: Die Frage spricht für sich, oder? 😉 Ich selber möchte nicht, dass mein Profil für jeden, der mich auf Google sucht, erreichbar ist, denn ich nutze Facebook mit meinem Profil tatsächlich eher privat. Die Leute dürfen, wenn sie meinen Namen googeln, gerne meine Facebook-Seite finden, aber nicht unbedingt mein Profil. Aber das ist etwas, das ich für mich so entschieden habe. Innerhalb von Facebook kann ja trotzdem jeder mein Profil aufrufen, der danach sucht. Entscheide also du selber, ob dein Profil in Suchmaschinen aufgefunden werden soll oder nicht.

 

Schnellhilfe: Privatsphäre-Check und Privatsphäre auf einen Blick

Das oben war jetzt die „ausführliche“ Variante, wobei du ja siehst, dass die Einstellungen überschaubar und schnell einzurichten sind. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einen Schnellcheck zu machen und dir die wichtigsten Elemente im Überblick anzuzeigen. Dafür gehst du oben rechts (am Desktop) auf das Fragezeichen:

 

Schnellhilfe Privatsphäre Check auf Facebook

 

In der App findest du diese Funktion wieder unten rechts bei den drei Strichen > Privatsphäre auf einen Blick.

Im Privatsphäre-Check kannst du nun auf die Schnelle drei Punkte überprüfen:

Mit wem teilst du deine Inhalte?

Privatsphäre-Check auf Facebook - Beiträge

Apps: Du erhältst eine Liste mit Apps, denen du Zugriff auf dein Profil gegeben hast und kannst nun überprüfen, wer diese Apps in deinem Profil sehen kann. Außerdem kannst du Apps, die du nicht mehr nutzt, einfach entfernen.
Da man tendenziell nie daran denkt, diese Liste mal durchzugehen, solltest du dir auf jeden Fall mal ein paar Minuten Zeit dafür nehmen und das auch regelmäßig tun. Es gibt ja immer wieder Apps, die man nicht mehr nutzt. Warum sollten diese dann noch im Profil verbunden bleiben?

Privatsphäre-Check auf Facebook - Apps

Profil: In diesem Bereich werden dir nun deine wichtigsten Profilinfos angezeigt und du kannst für die einzelnen Infos schauen, für wen sie freigeschaltet sind.

Privatsphäre-Check auf Facebook - Infos

 

Hier findest du jedoch nur einen Teil der Infos, die von dir angezeigt werden. Wenn du einen vollständigen Überblick haben möchtest, solltest du in den „Info“-Bereich deiner Seite gehen und die einzelnen Bereiche überprüfen.

Unter „Privatsphäre auf einen Blick“ kannst du nun weitere Einstellungen überprüfen, die du teilweise auch schon von der ausführlichen Übersicht kennst:

 

Privatsphäre auf einen Blick auf Facebook

 

Wie du siehst, erhältst du dort aber auch zusätzliche Infos, nämlich, wie du Personen blockieren kannst „“Wie verhindere ich, dass mich jemand belästigt?“.

Du wirst also mit Hilfe des Checks und dieser Übersicht noch auf zusätzliche Punkte gestoßen, die du immer mal wieder überprüfen solltest.

Zusätzlicher Tipp (unbedingt befolgen!): Freundesliste nicht öffentlich machen

Nun habe ich noch einen zusätzlichen Tipp für dich parat, von dem ich auch nicht müde werde, ihn zu teilen. Denn dieser Punkt ist immer wieder ein Schwachpunkt in Bezug auf Sicherheit auf Facebook. Ich erlebe es immer wieder, dass Freunde schreiben „Hilfe, mein Profil wurde geklaut! Bitte nehmt keine Freundschaftsanfragen von diesem 2. Profil an.“

Was ist da passiert? Nun, das Profilbild und das aktuelle Titelbild einer Person sind meist öffentlich, d.h. auch für Personen sichtbar, mit denen man nicht befreundet ist. Diese Bilder sind schnell heruntergeladen und damit wird dann ein 2. Profil erstellt. Jetzt kommt aber das eigentliche Problem: Wenn deine Freundesliste ebenfalls, wie Profil- und Titelbild, öffentlich sichtbar ist, werden nun im 2. Schritt Freundschaftsanfragen an alle deine Freunde von diesem 2. Profil verschickt. Wurde die Freundschaft angenommen, wird eine Nachricht über den Messenger verschickt und nach der Handynummer gefragt. Hat man diese rausgegeben, kommt anschließend ein Code per SMS, der ebenfalls durchgegeben wird. Mit diesem Code wird dann eine Geldzahlung über die Mobilfunkrechnung veranlasst. Es steckt also Betrug dahinter und deine Freunde haben das Nachsehen dabei!

Wenn du also deine Freunde vor solchen Betrugsmaßnahmen schützen möchtest, dann setze deine Freundesliste unter keinen Umständen auf öffentlich! Denn nur dann ist ein solcher Betrug möglich.

Um die Privatsphäre-Einstellungen deiner Freundesliste zu bearbeiten, gehst du auf dein Profil (am Desktop) und scrollst runter, bis du links deine Freundesliste siehst. Dort klickst du dann oben rechts auf den Pfeil und auf „Privatsphäre bearbeiten“:

 

Privatsphäre von Freundeslisten auf Facebook ändern

 

Du solltest die Freundesliste nur dir selbst oder maximal deinen Freunden zugänglich machen. Dann bist du auf der sicheren Seite!

Jetzt hast du einiges erfahren über die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen auf deinem Profil. Wenn du noch mehr wissen willst, gibt es hier von Facebook eine FAQ-Liste mit allen Fragen rund um das Thema Privatsphäre. Dort findest du noch ein paar zusätzliche Infos, die ich hier in diesem Beitrag noch nicht angesprochen habe. Schau dort unbedingt mal vorbei! Und arbeite aktiv mit den Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook: Du hast es selber in der Hand, was Andere von dir sehen können!

Comments 5

  1. 6. April 2017

    Ist es den wirklich so, dass die Einstellungen nur für mein FB Profil gelten, und ich kann für meine FB Seite andere Einstellungen vornehmen? Mich würde das speziell in Bezug auf die Auffindbarkeit interessieren. Hier sind meine Präferenzen natürlich völlig unterschiedlich.
    Gurer Überblick, danke!

    1. Claire Oberwinter
      8. April 2017

      Hallo Andreas,

      für Seiten gibt es diese Art von Privatsphäre-Einstellungen nicht. Bzw. es gibt die Möglichkeit, die Sichtbarkeit einer Seite für bestimmte Länder oder Altersgruppen einzuschränken, mehr aber auch nicht. Es würde ja auch keinen Sinn machen, denn mit einer Seite möchte man ja Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Sichtbarkeit ist da natürlich die Voraussetzung.

      Liebe Grüße
      Claire

  2. Bettina
    14. November 2017

    Hallihallo….
    ich suche eine Einstellung, in der man verbergen kann, dass allen möglichen und unmöglichen Leuten angezeigt wird, dass ich einen Kommentar (Facebook) geschrieben habe bzw. diese auch vorher noch benachrichtigt werden……..z. B. ….. hat dies und jenes kommentiert.
    Gibt es da eine Möglichkeit?
    Gruß

    1. Claire Oberwinter
      15. November 2017

      Hallo Bettina,

      meines Wissens gibt es da keine Einstellungsmöglichkeit. Wenn einer deiner Freunde was kommentiert, geht Facebook mehr oder weniger davon aus, dass dich das auch interessieren könnte und zeigt es dir an. Umgekehrt ist es genau so.

      Liebe Grüße
      Claire

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