Marketing Positionierung Facebook

3 Gründe, warum Positionierung auch für Facebook wichtig ist

3 Gründe, warum Positionierung auch für Facebook wichtig ist

Ja, ich weiß, das Thema Positionierung ist nicht gerade sexy. Ich kenne kaum jemanden, der begeistert „HIER!“ schreit, wenn es um Positionierung geht. Auch ich habe mich zu Beginn etwas schwer getan, weil ich wie alle dachte, ich schränke mich doch viel zu sehr ein, wenn ich bestimmte Personen als meine Zielgruppe ausschließe. Aber das Gegenteil ist der Fall! Lass mich dir kurz erzählen, warum ich einen Positionierungsprozess gemacht habe und was sich dadurch für mich verändert hat, bevor ich dir sage, warum Positionierung auch für dich wichtig ist und warum du sie auch für deine Facebook-Aktivitäten benötigst.

Mein Positionierungsprozess

Als ich mich Anfang 2016 selbstständig gemacht habe, nannte ich mich noch allgemein „Social Media Beraterin“. Schließlich kam ich auch eher allgemein aus dem Bereich Social Media und habe auch einen Masterabschluss in diesem Bereich. Da war es für mich logisch, mich erst einmal so zu nennen, auch wenn mein Fokus schon zu dem Zeitpunkt auf wenigen Netzwerken lag (und Social Media ist so ein weites Feld, dass ich selbst mit diesem Schwerpunkt nur einen minimalen Teil abdeckte). Schon nach wenigen Wochen merkte ich, wie schwer es mir fiel, meinen Fokus zu finden und vor allem: Themen zu generieren. Ich hatte immer Probleme, Themen für diesen Blog, aber auch meine Facebook-Seite zu finden. Außerdem fragte ich mich: Was hebt mich von anderen Social Media Beratern ab, die ähnliche Dienstleistungen anbieten? Ich merkte also schnell, dass ich sehr schwammig unterwegs war und mir der fehlende Fokus es schwer machte, mich klar auszudrücken, die richtigen Leute anzusprechen und passende Dienstleistungen zu entwickeln.

Dieser fehlende Fokus, der wirklich ein „Pain Point“ für mich war und der Wunsch, mir ein Online-Business aufzubauen, mit dem ich mehr oder weniger zeit- und ortsunabhängig Einkommen generieren kann, führten dazu, dass ich selber einen Online-Kurs buchte, der mich durch dieses Prozess leiten sollte. Zum Start des Online-Kurses ging es dann eben auch gleich um das Thema Positionierung. Durch verschiedene Fragen, die darin gestellt wurden, wurde mir schnell klar, dass ich mich auf Facebook spezialisieren möchte. Es machte einfach aufgrund der „Konstellation“ am meisten Sinn. Kaum hatte ich diese Spezialisierung gefunden, fiel es mir plötzlich wesentlich leichter, mich passend auszudrücken, Themen zu finden und Dienstleistungen zu entwickeln, die für meinen Wunschkunden geeignet sind. Und seitdem läuft es für mich auch viel runder in der Kundenansprache und jetzt, wo mein Business gerade richtig in Schwung kommt, höre ich auch häufiger von Kunden „Ich finde es gut, dass du so klar auf Facebook fokussiert bist!“. Diese Spezialisierung ist also keine Einschränkung, sondern ermöglicht es mir vielmehr, potentielle Kunden zielgerichtet anzusprechen. Es geht eben wie so oft im Leben um Qualität, nicht um Quantität: Lieber wenige Kunden ansprechen, dafür aber die richtigen!

So, genug von meiner Geschichte… Mir war es wichtig, sie hier wieder zu geben, denn ich weiß wie gesagt, dass das Thema Positionierung eher nicht so gerne angefasst wird. Aber wie du siehst, ist es unglaublich wichtig und deshalb ist mir dies auch ein eigener Blogbeitrag wert.

Aber was hat das nun mit Facebook zu tun? Hier sind also nun die drei Gründe, weswegen Positionierung allgemein, aber auch für Facebook unglaublich wichtig ist:

1. Du wirst sichtbarer!

Mit einer klaren Positionierung fällt es dir leichter, dich als Experte für dein Thema sichtbar zu machen. Du kannst dich damit klar fokussieren und gezielt dein Thema auf Facebook platzieren. Das kannst du auf verschiedene Arten machen: mit deiner Seite, in Gruppen und auch in deinem Profil, indem du immer mal was Berufliches dort teilst, sofern es Sinn macht.

Wenn du regelmäßig auf Facebook aktiv bist, gute Inhalte auf deiner Seite postest, dich aktiv in Gruppen in Diskussionen einbringst und idealerweise sogar Anzeigen schaltest, wirst du deine Sichtbarkeit in jedem Fall verbessern und andere Leute werden dich verstärkt als Experte für dein spezielles Thema wahrnehmen. Wenn sie dir dann noch vertrauen, weil sie wissen, dass sie sowohl fachlich als auch persönlich bei dir gut aufgehoben sind, kannst du dir relativ sicher sein, dass sie früher oder später zu Kunden werden oder zumindest loyale Anhänger, die dich an andere Personen weiterempfehlen – was wiederum zu mehr Sichtbarkeit führt 🙂

2. Du gewinnst die richtigen Kunden!

Wie schon erwähnt, geht es nicht darum, nach dem Gießkannen-Prinzip möglichst viele Leute zu erreichen, sondern die richtigen. Also die, die dann auch wirklich zu Kunden oder wenigstens Fürsprechern werden, weil sie, wie unter Punkt 1 erwähnt, Vertrauen zu dir als Experten gefasst haben. Denn schließlich möchtest du doch mit den Kunden arbeiten, die 1. auch wirklich mit dir arbeiten wollen und die 2. auch bereit sind, deine Preise zu zahlen. Du kannst so ziemlich jeden Preis verlangen, wenn du überzeugend klar machen kannst, dass du das Problem deiner Kunden am besten lösen kannst. Dazu musst du aber erst einmal wissen, wer deine Kunden sind und mit wem du genau arbeiten möchtest.

Konkret für Facebook bedeutet dies, dass es durch die gezielte Kommunikation für dich wesentlich leichter fällt, genau die Personen anzusprechen, die du haben möchtest. Gerade wenn es um Targeting für Werbeanzeigen geht, aber auch bei jedem einzelnen Post, den du schreibst, ist es wichtig, deinen Wunschkunden haargenau zu kennen, um ihn zielgerichtet ansprechen zu können. Wenn du also weißt, wer dein Wunschkunde ist, wie er so „tickt“, welche Interessen er hat und welche demographischen Aspekte (wie z.B. Alter oder Familienstand) möglicherweise wichtig sind, dann wird es dir auch leichter fallen, genau diese Kunden anzusprechen, was wiederum dazu führt, dass diese sich auch wirklich angesprochen fühlen und sich für dich interessieren. So was nennt man dann glaube ich eine Win-Win-Situation 😉

3. Du weißt, was du posten sollst!

Ein klassisches Problem für Viele auf Facebook ist, gute und relevante Inhalte für die eigene Facebook-Seite zu finden. Denn natürlich sollte man seinen Fans (die ja auch potentielle Kunden sein können) mit den Inhalten versorgen, die für sie relevant sind und einen Mehrwert bieten.

Was Relevanz und Mehrwert bei dir bedeuten, kann ich dir an dieser Stelle nicht sagen, denn das ist bei jedem sehr individuell. Allgemein kann ich dir aber sagen, dass für deine Fans das relevant ist, was ein Problem für sie löst. Um es mal an einem Beispiel konkreter werden zu lassen: Es ist schwer, bei den ganzen Neuerungen auf Facebook Schritt zu halten. Nahezu jeden Tag ändert sich etwas und wenn man sich nicht (wie ich) hauptberuflich damit auseinandersetzt, ist man schnell überfordert. Daher poste ich regelmäßig auf meiner Seite (entweder als einzelner Post oder in Form eines ausführlicheren Blogbeitrags), wenn es etwas Neues gibt und gebe auch gleichzeitig Tipps, wie man die Änderung für sich nutzen kann oder was sie für einen als Nutzer bedeutet.

Problem: Schritt halten bei den Neuerungen auf Facebook

Lösung: Neuerungen vorstellen und praktische Umsetzung erklären

So einfach kann es sein 😉 Ich bin mir sicher, dass deine (Wunsch-)Kunden auch häufig die gleichen Probleme haben und du ihnen mit deinen Posts auf Facebook Lösungen dafür präsentieren kannst. DAS ist dann Relevanz und Mehrwert für deine Kunden und somit weißt du auch, was du posten sollst!

 

Fazit

So unsexy das Thema Positionierung auch ist: Es kommt niemand daran vorbei! Für alle Bereiche deines Business muss klar sein,

  • wer du bist,
  • wofür du stehst,
  • wen du ansprechen möchtest,
  • wie du deine Wunschkunden ansprechen möchtest,
  • welche Probleme du mit ihnen / für sie lösen kannst.

Wenn das klar alles klar ist, kannst du das auch entsprechend nach außen tragen und dein Marketing darauf aufbauen. Nur ein klitzekleiner Teil deines Marketings ist dabei Facebook. Aber auch dort brauchst du die klare Fokussierung, um Erfolg zu haben. Mit „Ich eröffne einfach mal eine Facebook-Seite und lege los“ ist es da nicht getan. Wenn du also (noch) nicht klar positioniert bist, nützt dir auch deine Facebook-Seite nichts!

Übrigens: Wenn du Coach bist und noch keine klare Positionierung hast, kann ich dir Ruth Urban empfehlen. Ihr Spezialthema ist „Positionierung für Coaches“, d.h. sie hilft Coaches, ihre eigene Positionierung zu finden. Sie hat dazu auch ein Buch geschrieben bzw. hier kannst du ihre Website besuchen. Wenn du da also noch Nachholbedarf hast, ist Ruth die absolut richtige Ansprechpartnerin für dich!

 

Wie steht es denn um deine Positionierung? Kannst du klar sagen, wofür du stehst und wer dein Wunschkunde ist? Wenn ja, ist es dir schwer gefallen, dich zu positionieren? Wie geht es dir heute damit? Wenn nein, was hindert dich (innerlich) daran, dich klar zu positionieren? Ich freue mich über deine Erfahrungen in einem Kommentar!

Comments 4

  1. 16. Juni 2017

    Meine Position im Netz ist schon lange klar. Ich muss nur jetzt lernen, im Netz aktiver zu werden. Mit meiner neuen Homepage (selbst gemacht!) und bei Facebook.

  2. 10. Juli 2017

    Hallo Claire! Vielen Dank für deinen Beitrag! Facebook finde ich in der heutigen Zeit wirklich schwierig. Es ist mittlerweile so voll mit werbenden Unternehmen, dass es mich selbst als Privatperson auch richtig nervt und ich mein Abonnement wieder abmelde! Ich bin mir jedoch sicher, bei dir tolle Tipps für meinen Blog abzugreifen!

    Liebe Grüße
    Olga

    1. Claire Oberwinter
      11. Juli 2017

      Hallo Olga,

      naja, Facebook ist für werbende Unternehmen ja auch höchst interessant 😉 Ich persönlich mag diese Werbung wesentlich lieber als irgendwelche nervigen Banner auf manchen Websites, die mit mir rein gar nichts zu tun haben. Dann bekomme ich doch lieber Anzeigen ausgespielt, die zumindest in 90% der Fälle potentiell interessant für mich sind. Aber das muss natürlich jeder selber entscheiden 😉

      Viele Grüße
      Claire

  3. 11. Juli 2017

    Hallo Claire! Ja selbstverständlich ist es total interessant! Sonst würde ich mich nicht damit beschäftigen! Die Zeiten sind aber auch härter geworden 🙂

    Und wie sagt man so schön-nur die Harten kommen in den Garten!

    Viele Grüße

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