Facebook Profil optimieren

Dein perfektes Facebook Profil: So kannst du es optimieren – Teil 1

Dein Facebook-Profil ist der Dreh- und Angelpunkt für all deine Facebook-Aktivitäten. Denn ohne Profil kannst du nicht bei Facebook „mitmischen“. Daher ist es wichtig, dass du es gut pflegst und du außerdem die wichtigsten Einstellungen kennst. Denn gerade beim Thema Privatsphäre-Einstellungen bestehen oft viele Unsicherheiten. Daher möchte ich dir gerne in diesem und im nächsten Blogbeitrag alles über dein Profil erzählen, was du wissen solltest.

 

Unterschied zu einer Facebook-Seite

Facebook-Seiten (Fan Pages) und Profile werden oft und gerne durcheinander geworfen und teilweise synonym verwendet. Die genauen Unterschiede habe ich schon mal in einem anderen Blogbeitrag aufgelistet. In diesem Blogbeitrag geht es nur um dein Privatprofil, nicht um deine Facebook-Seite!

 

Klarnamenpflicht

Bei Facebook besteht die Klarnamenpflicht, d.h. du bist laut der AGB von Facebook verpflichtet, deinen realen Namen zu benutzen (also z.B. bei mir „Claire Oberwinter“ – irgendein Fantasiename à la „Kölsche Prinzessin“ oder „Claire Marketing Beraterin“ o.ä. dürfen nicht benutzt werden!).

Nun ist es so, dass sich nicht alle daran halten und manche eben doch solche Fantasienamen nutzen. Natürlich kann man das machen, aber man riskiert die Sperrung des eigenen Accounts. Die Folgen: Du kannst dich nicht mehr mit deinem Account einloggen und hast keinen Zugriff mehr auf deine Profil, mit allem, was damit zusammenhängt. D.h. verlierst auch die Admin-Rechte für deine Facebook-Seite. Wenn es ganz schlimm läuft, wird dein Profil trotz Prüfung seitens Facebook auch nicht mehr freigegeben, so dass du, sofern du alleiniger Admin deiner Facebook-Seite warst, deine Facebook-Seite verlierst und somit alles, was du dir bis dahin aufgebaut hast.

Versteh mich nicht falsch: Es gehr mir nicht um Schwarzmalerei oder darum, dir Angst zu machen, sondern um das Bewusstmachen der Konsequenzen, falls du nicht mit deinem richtigen Namen auf Facebook unterwegs bist. Ich habe einige Fälle dieser Art erlebt und ich kann dir nur raten, dir diesen unnötigen Ärger zu ersparen.

Außerdem: Wenn du mit deinen Kunden in Verbindung treten und dir eine gewisse Sichtbarkeit aufbauen möchtest, hilft dir ein Fantasiename nicht weiter. Gerade wenn du mit deinem eigenen Namen für dein Business stehst, solltest du allein aus Gründen des Personal Brandings deinen realen Namen verwenden. Hier sind Sichtbarkeit und Authentizität die richtigen Stichworte! ;)

 

Profil- und Titelbild

So wie bei der Facebook-Seite sind auch bei deinem Profil das Profilbild und das Titelbild wichtige Elemente, auf die man als erstes achtet. Daher sollten sie ansprechend sein und deine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen.

Dein Profil ist ja ein privates Profil, daher kann es dort auch gerne etwas privater zugehen. Also dürfen auch dein Profil- und Titelbild etwas legerer sein. Trotzdem solltest du darauf achten, dass

  • du auf dem Profilbild möglichst erkennbar bist und
  • du ein nicht zu privates Bild nutzt (sprich: Ein Bikini-Foto von dir am Strand ist sicher nicht allzu passend, wenn du dich mit Kunden über dein Profil vernetzt)

Die aktuellen Bildmaße für das Profil- und Titelbild findest du, wenn du bei Google „Social Media Cheat Sheet“ plus die jeweilige Jahreszahl eingibst. Dort findest du in jedem Fall die aktuellen Bildmaße, die sich für gewöhnlich nicht ändern. Ich empfehle dir, die Bilder im gleichen Seitenverhältnis hochzuladen, jedoch etwas größer als angegeben. Somit stellst du sicher, dass die Qualität der Bilder nicht leidet. Außerdem ist das PNG-Bildformat besser geeignet als JPG, da PNG-Bilder meist von der Auflösung her besser sind bzw. wirken.

 

Steckbrief

Noch bevor jemand möglicherweise in den „Info“-Bereich deines Profils geht, um mehr über dich herauszufinden, sieht er unter deinem Profil- und Titelbild deinen Steckbrief:

 

facebook-steckbrief

 

Du kannst wählen, was dort erscheinen soll! Um die Infos dort entsprechend auszufüllen, klickst du einfach auf den Bleistift rechts (in der Desktop-Version von Facebook vom normalen Rechner aus; in der App klickst du einfach auf die „Bearbeiten“-Buttons in diesem Bereich):

 

Facebook Steckbrief bearbeiten

 

Dann kannst du die Infos entsprechend bearbeiten und zum Beispiel deinen Steckbrief ausfüllen oder deine fünf Lieblingsfotos auswählen, die du in der linken Spalte anzeigen lassen möchtest.

 

Dein Infobereich

Der Infobereich deines Profils ist der zentrale Teil, denn dort finden sich, wie der Name schon sagt, alle Infos, die zu deiner Person wichtig sind zu wissen:

 

Facebook Profil Infos

 

Vor allem der obere Teil „Info“ ist sehr wichtig, denn dort kannst du dir, wie z.B. bei XING auch, deinen kompletten Lebenslauf zusammenstellen und weitere Infos über dich bereitstellen. Wenn du weiter runterscrollst, findest du dort auch deine Freunde, Fotos, Seiten, die du gelikt hast etc. Aber darüber werde ich dir im 2. Teil noch mehr erzählen.

Es geht jetzt vor allem darum, diesen oberen Teil mit den Infos sinnvoll auszufüllen. Natürlich entscheidest du, was du alles ausfüllst, wie weit du ins Detail gehst und wer das eigentlich sehen darf. Dazu habe ich nun ein paar Tipps:

  • Gib in jedem Fall deinen aktuellen Job an und verlinke deine Facebook-Seite. Das hat den Vorteil, dass wenn jemand auf dein Profil geht, weil er sich für dich interessiert, er sich möglicherweise auch deine Facebook-Seite anschaut und mit „Gefällt mir“ markiert. Dafür gibst du einfach in der Zeile „Unternehmen“ deine Seite ein und speicherst alles ab.

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  • Je nachdem welche Berufserfahrung du sonst gesammelt hast, lohnt es sich, diese ebenfalls anzugeben. Es ist wie mit dem Lebenslauf: Du solltest die Jobs hervorheben und angeben, die dir nützlich erscheinen für deinen Experten-Status.
  • Im Bereich „Kontaktinformationen und allgemeine Infos“ solltest du die Kontaktdaten angeben, die du auch in deinem Impressum auf deiner Website stehen hast (Du hast doch eins, oder? Wenn nicht, unbedingt eins hinzufügen, denn sonst besteht Abmahngefahr!). Das macht es möglichen Kontakten leichter, auf anderem Wege Kontakt mit dir aufzunehmen.
  • Bei den restlichen Bereichen (also z.B. Orte, an denen du gelebt hast) liegt es an dir, ob du dazu Angaben machen möchtest, denn je nachdem können das ja durchaus sehr private Angaben sein. Du kannst aber auch für jede einzelne Angabe entscheiden, wer das sehen darf. Hier ist ein Beispiel auf meinem Profil:Facebook Profil Familie und Beziehungen
    Meine Angaben im Bereich „Familie und Beziehungen“ sind nur für Freunde sichtbar und auch nur dann, wenn sie nicht in der „Eingeschränkt“-Liste sind (mehr dazu im nächsten Teil). Im Bereich „Orte, an denen du gelebt hast“ ist aber die Angabe, dass ich in Köln lebe, öffentlich. Meinen ursprünglichen Heimatort können aber wiederum auch wieder nur Freunde sehen. Du siehst also, du kannst also bei jeder einzelnen Angabe entscheiden, wer das sehen soll und kannst diese Sichtbarkeits- bzw. Privatsphäreeinstellungen auch jederzeit ändern.

 

Am Ende entscheidest immer du, welche Angaben du in deinem Profil machst. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass der beruflich orientierte Teil in deinem Profil aussagekräftig ist und du deine wichtigsten beruflichen Stationen angibst und auch deine Facebook-Seite verlinkst.

 

Einstellungen

Jetzt geht es um die wichtigsten Einstellungen in deinem Profil. Um sie zu bearbeiten, gehst du auf das Dreieck ganz oben rechts in der oberen Menüleiste:

 

Facebook Profil Familie und Beziehungen

 

Ich erkläre dir jetzt die allerwichtigsten Einstellungen, die du in jedem Fall bearbeiten solltest:

Allgemeine Kontoeinstellungen

  • Passwort: Dort kannst du dein Passwort ändern, was du auch aus Sicherheitsgründen unbedingt regelmäßig machen solltest.

 

Sicherheit

  • Anmeldungswarnungen: Hier kannst du einstellen, ob du bei einer Anmeldung über einen unbekannten Browser oder ein unbekanntes Gerät gewarnt werden möchtest. Aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, diese Funktion zu aktivieren, denn dann hast du u.U. noch die Chance, dein Konto im Fall eines Hackerangriffs zu schützen, indem du ein neues Passwort vergibst.
  • Zuverlässige Kontakte: Hier kannst du Personen bestimmen, die dir helfen können, auf dein Konto zuzugreifen, falls du dich mal ausgesperrt haben solltest. Da solltest du natürlich genau abwägen, wen du dafür bestimmst.
  • Nachlasskontakt: Das ist wirklich sehr sinnvolle Funktion, die es noch gar nicht so lange gibt. Dort kannst du bestimmen, wer dein Konto nach deinem Tod verwalten darf. Du kannst also eine Art „Testament“ hinterlegen, was wirklich sinnvoll ist – auch wenn wir uns alle ungern mit diesem Thema befassen.

 

Privatsphäre

Da im nächsten Blogbeitrag ein größerer Abschnitt nur zu diesem Thema kommt, werde ich diesen Bereich bei den Einstellungen an dieser Stelle auslassen.

 

Chronik und Markierungseinstellungen

In diesem Abschnitt bestimmst du, wer in deine Chronik (=Timeline) posten darf, wer die dortigen Inhalte sehen darf und ob du Beiträge, in denen du markiert wirst, erst einmal freigeben möchtest, bevor sie auf deiner Chronik erscheinen. Du kannst dich natürlich entscheiden, deine Chronik für Beiträge zu deaktivieren. Allerdings finde ich das immer ein wenig schade, da man so ein Signal á la „Ich will nicht mit dir reden“ setzt. Aber wenn du das für dich so möchtest, ist das natürlich in Ordnung.

In Bezug auf Markierungen empfehle ich dir, die Option zu wählen, dass du Beiträge erst einmal freigeben musst, bevor sie auf deiner Chronik erscheinen. Es kann ja sein, dass ein „Freund“ von dir dich in einem Beitrag markiert, der dir peinlich ist oder der Werbung ist. Mit der Freigabefunktion kannst du verhindern, dass ein solcher Beitrag ohne deine Zustimmung auf deiner Chronik erscheint und somit auch für Andere sichtbar wird.

 

Blockieren

In diesem Abschnitt kannst du deine Blockierungen verwalten. Ich habe bspw. die Veranstaltungseinladungen von manchen Freunden blockiert, weil sie mich genervt haben oder auch Einladungen zu Spielen. Hier kannst du Freunde zu den entsprechenden Bereichen hinzufügen oder auch wieder herausnehmen.

 

Werbeanzeigen

In diesem Abschnitt findet sich etwas wirklich Interessantes. Unter „Werbeanzeigen basierend auf meinen Einstellungen“ kannst du dir anzeigen lassen, welche Targeting-Einstellungen von Werbeanzeigen für dein Profil gelten. Dort sind all deine Interessen für Werbeanzeigen gelistet, wobei „Interesse“ nicht wörtlich zu nehmen ist. Bei mir standen bspw. so absurde Begriffe bzw. Interessen wie „Süßwasser“ oder „Zahnrad“ drin, die mit mir eigentlich nichts zu tun haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Du kannst dir dort diese ganzen Interessen anzeigen lassen und auch löschen, wenn sie nicht passen. Damit dir zukünftig keine Werbeanzeigen für Zahnräder mehr angezeigt werden… Oder so ;)

 

Videos

Hier kannst du einstellen, in welcher Qualität du Videos auf Facebook sehen möchtest und ob sie automatisch starten sollen, wenn du auf ein Video in deiner Timeline stößt. Ich empfehle dir, beim 2. Punkt anzugeben, dass die sog. Autoplay-Funktion nicht genutzt werden soll. Denn es ist ganz schön nervig, wenn Videos automatisch starten und es kostet, wenn du Facebook mit deinem Smartphone nutzt, jede Menge Datenvolumen.

Bei der Qualität empfehle ich persönlich, die Option „HD“ auszuwählen, denn sonst werden Videos oft nur mit schlechter Bildqualität abgespielt. Dein Datenvolumen solltest du also lieber dort investieren ;)

 

Das waren jetzt die wirklich wichtigsten Einstellungen für dein Profil. Es gibt auch noch ein paar andere Bereiche, in denen du weitere Einstellungen findest. Die meisten Dinge kannst du voreingestellt lassen, klicke dich aber auf jeden Fall mal durch die ganzen Einstellungen durch und schaue, ob sie so für dich passen.

 

Im nächsten Teil des Blogbeitrags nächste Woche zeige ich dir, welche Privatsphäre-Einstellungen es gibt und wie du sie optimal einstellst, wie du dir mit den Neuigkeiten-Einstellungen deinen eigenen Newsfeed zusammenstellen kannst, was du mit Freundschaftslisten alles machen kannst, welche Möglichkeiten du hast, mit Freundschaftsanfragen umzugehen und du erfährst, wie es mit der gewerblichen Nutzung deines Facebook-Profils aussieht. Also stay tuned :)

Comments 4

  1. 7. Dezember 2016

    hallo Clair, gefällt mir sehr gut, vielen Dank!

    1. claireoberwinter
      8. Dezember 2016

      Danke, das freut mich :)

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