Alkohol und das Nervensystem: Bist du wirklich du selbst, wenn du Alkohol trinkst?

Alkohol und das Nervensystem: Bist du wirklich du selbst, wenn du Alkohol trinkst?

Gehörst du auch zu den Leuten, die sich Mut durch Alkohol antrinken, um sich etwas Bestimmtes zu trauen?

Ich habe das gerade erst erlebt, als ich auf einem Junggesellinnen-Abschied war und mehrfach die Rückmeldung bekam, dass andere sich nicht wie ich im nüchternen Zustand getraut hätten, Karaoke zu singen.

Das hat mich sehr nachdenklich gemacht und dazu verleitet, diesen Beitrag zu schreiben bzw. die Podcastfolge dazu aufzunehmen. Du erfährst in diesem Beitrag, wie Alkohol auf das Nervensystem und andere Körperfunktionen wirkt, die einen Einfluss auf das Nervensystem haben, wie die Emotionen Mut bzw. Angst und Scham da rein spielen und meine persönliche Sichtweise darauf, wie sehr du überhaupt wirklich dein wahres Selbst sein und zeigen kannst, wenn du Alkohol trinkst.

Anlass für diesen Beitrag

Ich muss dazu zunächst sagen, dass ich keine Expertin für das Thema Alkohol und das Nervensystem bin. Dies hier ist der erste Beitrag, für den ich echt lange recherchieren musste, um mir einen Überblick zu verschaffen, wie Alkohol und das Nervensystem zusammenhängen. Oder was im Körper passiert, wenn wir Alkohol trinken.

Der Hintergrund dazu ist eine persönliche Erfahrung, die ich gerade gemacht habe. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags habe ich nämlich gerade ein wunderschönes Wochenende in Malmö in Schweden hinter mir, wo ich eine Freundin besucht habe für ihren Junggesellinnenabschied. Im Rahmen dieses Junggesellinnenabschied haben wir abends eine Karaoke-Bar besucht und den Abend dort ausklingen lassen. Und ich habe auch tatsächlich zweimal dort Karaoke gesungen, zum ersten Mal in meinem Leben – und das vollständig nüchtern.

Ich habe an dem Abend so oft Sätze in die gleiche Richtung gehört, nämlich “Ich hätte mich das nüchtern nicht getraut.” Ich habe sehr viel Bewunderung dafür erhalten, Karaoke gesungen zu haben, ohne alkoholisiert zu sein. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich diese Aussagen dazu sehr nachdenklich gemacht haben.

Denn ich hatte an dem Abend einfach den Spaß meines Lebens. Ich will jetzt keine Karaoke-Sängerin werden, aber ich habe es wirklich genossen, da zu stehen und es war mir total egal, was andere Leute vielleicht über mich denken, wie sie mich finden, was sie über meinen Gesang denken, ob sie finden, dass ich peinlich bin oder was auch immer.

Nur eben diese Aussagen haben mich sehr, sehr nachdenklich gestimmt. Und dann habe ich von dieser Nachdenklichkeit in meinen Insta-Storys berichtet und die Resonanz auf dieses Thema war enorm groß, so dass ich mich entschieden habe, dazu einen Beitrag zu machen.

Im Fokus stehen dabei die Fragen “Bist du wirklich du selbst, wenn du Alkohol trinkst? Trauen wir uns nur mit Alkohol wir selbst zu sein? Sind wir dann überhaupt wir selbst?”

Wissenschaftlicher Hintergrund: Alkohol und das Nervensystem

Als erstes möchte ich dir einen Überblick geben, was in Bezug auf das Nervensystem passiert, wenn wir Alkohol trinken. Ich habe mich dabei auf die wichtigsten und für diesen Beitrag relevanten Punkte beschränkt.

Alkohol senkt die HRV

Die Herzratenvariabilität (HRV) gilt als Gradmesser für die Aktivität des vegetativen Nervensystems. Sie stellt die Rate zwischen den Herzschlägen dar, also wie groß der Abstand zwischen den Herzschlägen ist. Diese Rate ist hoch bei entspannenden Aktivitäten und niedrig bei Stress. Bzw. meine eigene Schlussfolgerung ist, dass die HRV hoch ist bei einem regulierten Nervensystem und gering bei einem dysregulierten Nervensystem.

Wenn du wissen möchtest, was ein reguliertes oder dysreguliertes Nervensystem ausmacht, ist hier der passende Artikel für dich dazu.

Die parasympathische Aktivität nimmt ab, die sympathische nimmt zu

Der Parasympathikus steht immer für das Thema Entspannung, während der Sympathikus für Aktivität / Aktivierung steht. Durch Alkohol nimmt die sympathische Aktivität zu.

Das ist auch der Grund für schlechteren Schlaf, weil wir im Schlaf eher parasympathisch gesteuert sind, was ja auch Sinn macht. Wir wollen uns entspannen, wir wollen uns ausruhen. Wenn aber der sympathische Teil des Nervensystems mehr angesteuert wird durch Alkohol, schlafen wir schlechter.

Das passiert bei Botenstoffen beim Trinken von Alkohol

  • Das Stresshormon Cortisol wird weniger ausgeschüttet. Dieser Effekt lässt nach circa zwei Stunden nach und dann kann der Körper Stress weniger gut und schnell abbauen. Also es hat quasi danach einen umgekehrten Effekt.
  • Gleichzeitig werden die Glückshormone Endorphin und Dopamin ausgeschüttet. Das Problem ist nur, dass das mit dem Belohnungssystem einhergeht, denn dies wird auch aktiviert und das kann zu einer Abhängigkeit führen, weil wir diesen Rausch immer wieder erleben wollen.
  • Die sogenannten GABA-Rezeptoren an der Oberfläche werden “besetzt”. GABA ist ein Botenstoff für Entspannung. Und das bedeutet, dass das dadurch, dass die Rezeptoren besetzt werden, Alkohol eine beruhigende Wirkung im ersten Moment hat.
  • Jetzt kommt aber noch der Gegenspieler von GABA hinzu, nämlich das Glutamat. Das regt die Aktivität der Gehirnzellen an und Alkohol hat die Eigenschaft, die Glutamat-Rezeptoren zu blockieren. Das hat einen weiteren dämpfenden, entspannenden und beruhigenden Effekt.

 

All das führt dazu, dass insgesamt Alkohol im ersten Moment einen entspannenden, beruhigenden Effekt hat.

Das Problem ist, dass Alkohol nur kurzfristig beruhigt. Vor allen Dingen, wenn man regelmäßig trinkt, greift das in das Gleichgewicht der Botenstoffe GABA und Glutamat im Gehirn ein. Das heißt, die Balance wird gestört. Dann folgen nämlich auf die Ruhe Übererregtheit und Ängstlichkeit. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten “Rebound-Effekt”.

Wenn der Alkoholspiegel sinkt, gibt es einen Überschuss an Rezeptoren, an das das Glutamat andocken kann und das erhöht Unruhe, Ängstlichkeit und Schlaflosigkeit.

Der Verstand schwindet, das limbische System übernimmt die Kontrolle

Was auch passiert ist, dass der Verstand schwindet, da die Informationsübertragung gelähmt wird und das limbische System übernimmt die Kontrolle. Das limbische System steuert unsere Triebe und Emotionen.

Alkohol macht mutiger

Alkohol verringert im Gehirn die Aktivität der Region, die für das Erkennen von Gefahren notwendig ist. Das führt dazu, dass man mutiger wird und sich mehr traut. Allerdings auf Kosten einer gesunden Risikoeinschätzung. So was wie Karaoke, was eben erst mal Angst macht, ist dann möglich.

Zusammenfassung

Aus Sicht des Nervensystems ist das Trinken von Alkohol tatsächlich etwas, das uns hilft, die Angst vor potenziell gefährlichen Situationen zu bewältigen.

Das Problem ist leider nur, dass dieser Effekt sehr kurzfristig ist und langfristig kehren sich so gut wie alle Effekte ins Gegenteil um. Wobei man ganz klar sagen muss, dass das alles sehr stark abhängig ist von Menge und Häufigkeit des Konsums. Wenn jemand einmal pro Woche ein Gläschen Wein trinkt, wird dieser Effekt definitiv nicht in dem Ausmaß vorhanden sein. Aber je mehr und je häufiger man trinkt, umso stärker werden diese Effekte.

Mutiger durch Alkohol4 Fragen aus meiner Community

Jetzt möchte ich kurz auf die Fragen eingehen, die ich dazu bekommen habe von meinen Insta-Followern.

1. Was gibt es für einen Zusammenhang zwischen Nervensystem und Mut?

Wenn wir das uns mal angucken, dann ist Mut etwas, das wir brauchen, um eine für uns unbekannte Situation zu meistern, die uns Angst macht. Denn alles, was unbekannt ist, erzeugt Unsicherheit im Nervensystem, weil es als Gefahr wahrgenommen wird. Um Unbekanntes zu meistern, brauchen wir ein reguliertes Nervensystem, weil dann die Kapazität dafür da ist.

Alkohol macht uns zwar mutiger durch die Blockade bestimmter Funktionen. Das habe ich ja bereits erklärt. Das führt aber NICHT dazu, dass unser Nervensystem regulierter ist.

In meinen Augen ist es sinnvoller, wenn ich wirklich mutig sein will, lieber an der Nervensystem-Regulation zu arbeiten, anstatt Alkohol zu trinken, weil das langfristig einfach gesünder ist.

Wie du dein Nervensystem regulieren kannst, erfährst du in diesem Artikel.

2. Was genau macht der Alkohol mit dem Nervensystem?

Das habe ich ja bereits oben erklärt, so dass ich an dieser Stelle nicht erneut darauf eingehen werde. 😉

3. Betäubt Alkohol das Nervensystem?

Auch da habe ich viele Antworten in dem vorherigen Abschnitt gegeben. Vor allen Dingen in Bezug auf den Einfluss auf Neurotransmitter und die HRV, die im direkten Zusammenhang mit der Aktivität des Nervensystems stehen.

Mein Verständnis ist, dass es wesentlich weniger eine Betäubung des Nervensystems ist, sondern eher eine Veränderung der chemischen Prozesse, die wiederum Einfluss auf das Nervensystem nehmen.

4. Warum schämen wir uns für so viel und trauen uns erst, wenn wir unter Alkoholeinfluss sind?

Scham ist eine Emotion, die auftritt, wenn wir etwas nicht gesellschaftlich Akzeptiertes tun oder auch vermeintlich nicht Akzeptiertes. Also wenn wir etwas tun, von dem wir denken oder wissen, dass andere das nicht gutheißen.

Wir brauchen Scham in einem gesunden Maß, weil sie uns daran hindert, unangemessenes Verhalten an den Tag zu legen, was uns tatsächlich in Probleme bringen könnte. Sie hilft uns auch, gewisse Korrekturen an unserem Verhalten vorzunehmen, wenn wir uns wirklich unangemessen verhalten. Dann hilft uns Scham dabei, unser Verhalten zu reflektieren und Anpassungen vorzunehmen.

Es gibt aber auch, wie bei allem, ein schädliches Maß, nämlich wenn wir uns für etwas schämen aus reiner Angst, aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden.

Denn ein Ausstoß aus der Gemeinschaft oder aus der Gesellschaft ist ein Problem fürs Überleben. Es ist eine Bedrohung unserer Sicherheit. Und dann springt das Nervensystem an, weil das Stress erzeugt.

Wie ich schon erklärt habe: Alkohol enthemmt und blockiert Angst auslösende Prozesse im Körper. Und daher haben wir in dem Moment kein Schamgefühl mehr, weil dieses ebenfalls blockiert wird. Nur auch hier gibt es wieder das Problem: Möglicherweise kommt die Scham danach, wenn wir uns an gewisse Situationen vielleicht erinnern können oder an gewisse Handlungen, die wir unter Alkoholeinfluss gemacht haben.

Ich hatte z.B. mal im Teenageralter zu Silvester einen totalen Filmriss wegen Alkohol. Am nächsten Tag haben mir mehrere Leute erzählt, dass ich nach Mitternacht mehrfach zu allen gegangen bin und gefragt habe: “Habe ich dir schon ein frohes neues Jahr gewünscht?” Selbst wenn die Antwort “Ja” war, habe ich dennoch jedem erneut ein Küsschen auf die Wange gegeben und der Person ein weiteres Mal ein frohes neues Jahr gewünscht.

Das war mir im Nachhinein so unfassbar peinlich, dass ich mir danach geschworen habe, nie wieder so betrunken zu sein, dass ich so was nicht mitbekomme. Und den Schwur habe ich eingehalten.

Meine persönliche Sicht auf das Thema

Als allererstes möchte ich betonen, dass ich niemanden dafür verurteile, dass er oder sie Alkohol trinkt. Jeder Mensch auf dieser Welt darf das selbst für sich entscheiden. Ich habe persönlich ein Umfeld, das es akzeptiert, dass ich nicht trinke und genauso akzeptiere ich es aber auch andersherum.

Deswegen: Egal, was ich jetzt sage, es ist keine Ver- oder Beurteilung, sondern einfach nur meine persönliche Sichtweise.

Ich bin heute mehr denn je ich selbst!

Ich kann sagen, dass ich heute mehr denn je ich selbst bin, als ich es je in meinem Leben war. Das hat sicher nicht vorrangig mit dem Verzicht auf Alkohol zu tun, sondern viel mehr mit der ganzen “Inner Work”, die ich in den letzten Jahren gemacht habe.

Aus heutiger Perspektive würde ich auch sagen: viel mehr durch die viele intensive Arbeit mit meinem Nervensystem und durch die Auflösung und Veränderung von Glaubenssätzen. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich allein aufgrund des Alkoholverzichts immer mehr zu mir selbst geworden bin. Es war aber ein Baustein in einem ganzen Portfolio an Bausteinen, die mich dazu gebracht haben, mehr denn je ich selbst zu sein.

Ich finde es nur einfach unfassbar schade, wenn Menschen sich nicht trauen sich zu zeigen, wie sie sind, und es vermeintlich (!) nur mit Alkohol schaffen. Wie gesagt: Da liegt keine Wertung drauf. Es ist einfach nur, dass ich es schade finde, weil ich mein Leben umso intensiver erlebe, seit ich keinen Alkohol mehr trinke.

Fühlen statt betäuben

Alkohol betäubt und führt dazu, dass wir das nicht fühlen müssen, was wir fühlen. Ja, wir haben ganz oft als Menschen unangenehme Gefühle und wir wollen diese wegdrängen. Manche essen, manche nehmen harte Drogen, manche setzen sich stundenlang vor den Fernseher, um alles das nicht fühlen zu müssen, was sie fühlen. Und manche trinken eben Alkohol.

Da ist einfach das Problem, dass sich langfristig dadurch natürlich gar nichts löst. Alkohol zu trinken, um nicht das fühlen zu müssen, was wir fühlen, ist immer nur eine kurzfristige Lösung, jedoch mit langfristigen gesundheitlichen Folgen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass  das “Man selbst sein” am besten ohne Alkohol geht. Es braucht zwar mehr Arbeit und es ist teilweise echt unangenehm. Ich kann schon sagen, dass dieses ganze Fühlen dessen, was ich fühle, kein Spaziergang ist. Ich möchte da kein “sugar coating” betreiben, aber es ist in meinen Augen, um wirklich auf das wahre Selbst zu treffen, unabdingbar, das zu tun.

Die Arbeit mit dem Nervensystem führt langfristig und vor allen Dingen nachhaltig (!!!!) dazu, dass du mutiger wirst, dich mehr traust und dir selber mehr vertraust. Und dass du auch mit Ängsten besser umgehen kannst. Dann brauchst du keinen Alkohol mehr dafür.

Alkohol bringt die enthemmte Version in dir zum Vorschein, nicht aber die WAHRE.

Alkohol bringt nur die enthemmte Version von dir hervor, aber nicht die wahre Version in meinen Augen. Denn mal ganz offen und ehrlich gefragt: Hättest du all die Dinge auch ohne Alkohol wirklich gemacht, die du dich nur unter Alkoholeinfluss getraut hast?

Ich muss sagen, vor vielen Jahren hätte ich nie Karaoke gesungen, wenn ich nicht alkoholisiert gewesen wäre. Heute mache ich das, weil ich ein reguliertes oder zumindest regulierteres Nervensystem habe, als das je hatte. Und dadurch bin ich mutig geworden.

Klar: Karaoke singen ist jetzt nicht DAS wahre Selbst, aber es ist Teil meines wahren Selbst, den ich mich vor Jahren nie ohne Alkohol getraut hätte zu zeigen.

Alkohol überdeckt das wahre Selbst.

In meinen Augen übertüncht bzw. verdeckt Alkohol das wahre Selbst nur, holt es aber nicht wirklich hervor.

Denn: Ist man wirklich man selbst, wenn man alkoholisiert ist und etwas tut, was man sonst nicht tun würde? Ich finde, das darf man sich wirklich mal fragen.

Ich möchte diesen Abschnitt zu meiner persönlichen Meinung noch mit einem Zitat abschließen, das ich in einem Artikel bei meiner Recherche gefunden habe, das das, was ich hier dazu geschrieben habe, in meinen Augen perfekt zusammenfasst:

Wenn wir es uns zur Gewohnheit machen, uns jedes Mal Mut anzutrinken, bevor wir etwas Neues, Aufregendes oder Unangenehmes wagen, dann verlernen wir, solche Situationen auch nüchtern zu bewältigen.

Das Vertrauen in uns selbst kann schwinden und wir verpassen es, Möglichkeiten zu ergreifen, uns ein realistisches Bild von unseren Fähigkeiten zu machen und das Schicksal – und zwar nüchtern – selbst in die Hand zu nehmen.

Aus: Nüchtern zu schüchtern? “Mut antrinken” adé – Betrügerische Partnerwahl

Fazit

Grundsätzlich kann ich sagen: Mut antrinken funktioniert. Die Sache ist nur, dass langfristige Folgen diesen positiven Effekt einfach völlig überdecken. Du selbst zu sein ist langfristig nicht mit Alkoholkonsum machbar. Und schon gar nicht, wenn man einen regelmäßigen oder erhöhten Alkoholkonsum hat.

Viel besser ist es, die Arbeit am Nervensystem zu leisten, die wirklich nachhaltig wirkt, die dich wirklich du selbst sein lässt und die dann dein wahres Selbst hervorbringt. Die den Mut in dir hervorbringt, das Vertrauen in dich, dass du dich da oben hinstellen kannst und ein Lied singen kannst und dass es dir total egal ist, was andere Leute über dich denken. Weil es in dem Moment etwas ist, was du wirklich aus dir heraus tun möchtest, weil du Bock drauf hast und nicht einfach nur, weil du Alkohol getrunken hast.

Das führt auch langfristig zu einer besseren Gesundheit und zu mehr Wohlbefinden. Und das kann man von Alkohol nun wirklich nicht behaupten. Denn Fakt ist: Ein erhöhter und regelmäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich und geht aufs Wohlbefinden. Wenn du dich langfristig gesünder und besser fühlen möchtest, kommst du nicht um die Nervensystemarbeit herum. Denn mit Alkohol schaffst du dir nur mehr Probleme, als dass du sie löst.

Nochmal: Das alles ist ohne Wertung! Trink so viel oder so wenig Alkohol, wie du möchtest. Ich persönlich habe für mich entschieden, keinen Alkohol mehr zu trinken. Ich brauche Alkohol nicht, um Spaß zu haben. Ich brauche Alkohol nicht, um mutig zu sein. Ich brauche Alkohol nicht, um ich selbst zu sein, sondern im Gegenteil: Ich bin u.a. dann ich selbst, wenn ich nicht unter einem Einfluss von Alkohol oder sonstigen Substanzen stehe. Oder zumindest ist das erstmal überhaupt die Voraussetzung dafür, ich selbst sein zu können.

Ich würde mich sehr freuen von dir zu hören, wie du zu diesem Thema stehst. Wie ist deine Erfahrung? Antworte gerne anonym oder mit einem mit einem Pseudonym unter dem Beitrag. 😘

See yourself. Be yourself. Free yourself.

Namasté

Deine Claire

 

Quellen

Alkohol beeinflusst HRV und Schlaf

Wie Alkohol die Architektur des Schlafes fragmentiert

Alkohol und Angst

Alkohol ist gut für den Mut und den Leichtsinn

Wie der Alkoholrausch funktioniert – Die Endorphin-Falle

Alkohol & Stress: Berauscht in den Burnout

Nüchtern zu schüchtern? “Mut antrinken” adé – Betrügerische Partnerwahl

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